Therapie

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen etwas unsere therapeutischen Möglichkeiten erläutern, die unsere Praxis Ihnen bietet:

Körperakupunktur

Ohrakupunktur

TuiNa AnMo, Gua Sha Fa, Schröpfen etc.

Infusionen

Injektionen

Kräuterheilkunde, Aromatherapie und Spagyrik


Körperakupunktur

Die traditionell chinesische Körperakupunktur ist in unserer Praxis eines der Hauptstandbeine.

Was ist Akupunktur? Wo liegen die Unterschiede?

Zunächst sollte erwähnt werden, dass Akupunktur nicht gleich Akupunktur ist. In unseren Fortbildungen, die wir für verschiedene Fachverbände geben, werden wir nicht müde, dies immer wieder herauszukristallisieren.
Die traditionell chinesische Körperakupunktur, wie sie heute noch in den TCM-Kliniken in China betrieben wird, ist in Deutschland gar nicht so weit verbreitet, wie man vermuten mag.

Meist werden standardisierte Konzepte und Punktekombinationen für verschiedene Krankheitsbilder gelehrt und entsprechend später auch in der Praxis angewandt. Das ist der chinesischen Philosophie völlig fremd. Jeder Patient ist einzigartig, jede Erkrankung individuell und so sollten auch die Punktekombinationen sein.
Doch bereits eingangs wurde erwähnt, dass eine chinesische Therapie nur nach Anamnese, Zungen- und Pulsbefund angegangen werden kann, doch allein das wird oft schon nicht durchgeführt.

Neben der chinesischen Akupunktur gibt es tausenderlei Varianten, wie z.B.

klinische Akupunktur

immunologische Akupunktur

Handakupunktur

Augenakupunktur nach Böhl

Schädelakupunktur

Neue Schädelakupunktur nach Yamamoto

und viele mehr

Die Wirksamkeit der verschiedenen Ansatzpunkte sei mal dahingestellt.
In unserer Praxis wird ausschließlich die Körperakupunktur praktiziert, wie sie in chinesischen Kliniken angewandt wird, speziell an der Universitätsklinik Lu Zhou und Nan Ning.

Grundlagen der chinesischen Medizin (TCM)

In der chinesischen Medizin ist jede Erkrankung zunächst einmal eine energetische Störung. Beseitigt man diese energetische Störung, kann der Körper heil werden.
Das entspricht den neuen Erkenntnissen der Informationsmedizin, dass man auf informativ-energetischer Ebene oft erst die Voraussetzung für Heilung schaffen muss, damit der Körper diesem Impuls folgen kann.

Es gibt drei Dantians. Diese Dantians sind das Äquivalent zu den indischen Chakren.
Diese sind unsere so genannten Meere der Energie, unsere energetischen Kraftreservoirs.
Weiterhin kennt die TCM Funktionskreisläufe, die bestimmten Organen zugeordnet werden. Diese Organe übernehmen z.T. die uns bekannten Aufgaben, wie z.B. Verdauung, Herzschlag etc., darüber hinaus aber auch noch viel mehr. So ist jedem Organ eine Farbe, eine Emotion, eine Jahreszeit, eine Uhrzeit etc. zugeordnet, wie wir es in der 5-Elemente-Lehre wiederfinden.
Die Energie wird in den Meridianen transportiert und über ein feines Netzwerk im gesamten Körper verteilt.
Entlang dieser Meridiane liegen die Akupunkturpunkte, die therapeutisch genutzt werden, um Erkrankungen der Meridiane oder der zugrunde liegenden Organe zu beeinflussen.

Es gibt auch noch Extra-Punkte etc. aber das würde hier zu weit führen.

Was passiert bei der Akupunktur?

In einer Sitzung werden meist zwischen 4 – 12 Nadeln gestochen. Es kommt zu einem so genannten „Deqi“-Gefühl, was übersetzt in etwa heißt, „Die Energie kommt an“. Das zeigt an, dass der Akupunkturpunkt richtig lokalisiert und stimuliert wurde.

Merksatz: Wer mehr als 12 Nadeln sticht, weiß nicht, was er tut. Ohne Deqi keine chinesische Akupunktur

Je nach Punktekombination bleiben die Nadeln bis zu 5 Minuten liegen, um akute Krankheiten auszutreiben, aber meist ca. 20 Minuten, um Energie in den Akupunkturpunkt hineinzubringen.
Dieser Reiz kann durch Moxibustion, also dem Abbrennen von Kräutern an der Nadel (heiße Nadel) oder direkt auf den Akupunkturpunkten gesteigert werden.

Da wir aus geruchstechnischen Gründen in unserer Praxis nicht moxibustieren, haben wir uns für ein Langwellentherapiegerät entschieden, das sich auch in chinesischen Kliniken immer mehr durchsetzt.

Wie oft muss akupunktiert werden?

Ein Akupunkturzyklus besteht in den meisten Fällen chronischer Erkrankungen aus 10 Sitzungen. Bei schwerwiegenden Krankheitsbildern aus 20 Sitzungen.

Reicht Akupunktur alleine aus?

In einer chinesischen Praxis wird nie nur akupunktiert.
Unsere Gesellschaft überbewertet die Akupunktur sehr. Nicht, dass es kein effektives Therapieverfahren ist, aber zu einem „richtig“ chinesischen Konzept gehört bei orthopädischen Krankheitsbildern immer die TuiNa-Behandlungen (also der gesamte Bereich der manuellen Therapie), Weitergabe von Qigong-Übungen und eine wohl gewählte Kräuterabkochung.

So ist es auch in unserer Praxis so, dass i.d.R. eine Begleitmedikation erfolgt und zusätzlich auch manuell gearbeitet wird.
Qigong-Kurse werden wohl auch im Laufe des Jahres angeboten werden.


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Ohrakupunktur

Gibt es hier auch so große Unterschiede wie in der Körperakupunktur?

JA! Hier sind diese mindestens genauso gravierend, wenn nicht noch deutlicher!
Auch die alten Chinesen kannten eine Ohrakupunktur, jedoch kann man mit der chinesischen Ohrakupunktur „nur“ krankhafte Punkte nadeln, also nicht prophylaktisch arbeiten. Des Weiteren kennt die chinesische Ohrakupunktur lediglich Summationspunkte, wie z.B. bei der Hüfte, während andere Schulen einzelne Bereiche des Hüftgürtels definieren etc.
Ebenso kennt die chinesische Ohrakupunktur keine psychologischen Akupunkturpunkte.

Allen Schulen gemeinsam ist, dass es sich um Reflexzonen handelt. Die Grundlagen sind also die gleichen.

Welche Schulen gibt es?

im Wesentlichen zu nennen sind:

chinesische Ohrakupunktur

französische Ohrakupunktur

russische Ohrakupunktur

Wiener Schule

Am meisten durchgesetzt hat sich wohl die französische Ohrakupunktur. Hier gibt es psychologische Punkte, die in der Psychotherapie und in der Suchtbehandlung begleitend eingesetzt werden, Organpunkte etc. Außerdem wurde hier auch die so genannte Ohrgeometrie entwickelt, eine bestimmte Technik der Punktekombination.

Die französische Ohrakupunktur wurde in den letzten Jahren gerade von dem Arzt Bahr weiterentwickelt, der verschiedene Substanzpunkte nachweisen konnte, so gibt es nunmehr auch einen Valium- oder Cortisolpunkt u.v.m.

Wie funktioniert die Ohrakupunktur?

Mit etwas Phantasie kann man sich im Ohr einen auf dem Kopf liegenden Embryo vorstellen, und tatsächlich bilden sich so dem erfahrenen Therapeuten die einzelnen Organstrukturen im Ohr ab.

Durch das Setzen der Nadel wird die Reflexzone direkt stimuliert, so dass bei der Ohrakupunktur öfters von Sekundenphänomenen berichtet wird.

Neben der Nadelung gibt es aber auch verschiedene andere Möglichkeiten, den Akupunkturpunkt zu stimulieren, sei es über Aromaöleinreibungen, Kugeldruckpflaster oder Dauernadeln.

Wie viele Nadeln werden hier gestochen?

Hier gilt grundsätzlich das Gleiche wie bei der Körperakupunktur…
Der große Meister sticht mit wenig Nadeln.

Es kommt darauf an, nach welcher Schule man sich richtet, aber als Faustformel für alle Schulen kann man sagen, dass max.3 Nadeln pro Ohr nicht überschritten werden sollten.

Welche Schule wird in unserer Praxis verwendet?

Schwerpunkt in unserer Praxis ist die französische Ohrakupunktur.
Da wir auf die chinesische Körperakupunktur spezialisiert sind, dient uns die Ohrakupunktur begleitend bei akuten Schmerzzuständen, zur Begleitung einer medikamentösen Therapie zur Behandlung innerer Organe und für die Suchtbehandlung, also die Beeinflussung der Psyche.

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TuiNa AnMo, Gua Sha Fa, Schröpfen etc.

Hierbei handelt es sich um den großen Bereich der manuellen Therapien aus der chinesischen Medizin.

TuiNa AnMo

Was ist TuiNa AnMo?

Es gibt keine genaue Übersetzung des Begriffs. Es gibt zwei Möglichkeiten, sich dem Begriff zu nähern.
„TuiNa“ steht in China für den professionellen Einsatz der manuellen Therapie, z.B. in einer Arztpraxis oder in der Klinik.
Das ist in etwa vergleichbar, wie die professionell durchgeführte Massage / Physiotherapie in einer qualifizierten Physiotherapiepraxis.
„AnMo“ steht in diesem Zusammenhang für die zu Hause durchgeführten Maßnahmen. AnMo ist in China beliebt, weil die Bevölkerung es gewohnt ist, an ihrer Gesundung mitzuarbeiten. So bekommen sie in den Praxen und Kliniken einige Techniken gezeigt, die sie bei ihrer Indikation zu Hause weiterführen sollen.

„TuiNa AnMo“ besteht aber auch aus vier einzelnen Begriffen.

Tui: Schieben
Na: Greifen
An: Drücken
Mo: Reiben

In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff also bereits 4 konkrete Techniken aus dem gesamten Spektrum.

Zu diesem Zeitpunkt können wir uns also merken, dass es der große Bereich der Massagen, Manipulation und Mobilisation ist.

Wo ist der Unterschied zwischen TuiNa und westlicher Massage / Physiotherapie?

Die chinesische manuelle Therapie umfasst wesentlich mehr Techniken, um am Körper zu arbeiten. Während sich die westlichen Massagen und Physiotherapien lediglich an muskulären und Bandstrukturen orientiert, spielen beim TuiNa die energetischen Aspekte eine deutlich übergeordnete Rolle. So werden die massierenden, ausstreichenden Bewegungen nicht unbedingt nach Muskelverläufen, sondern nach Meridianverläufen durchgeführt.
Außerdem wird nicht nur am Locus dolenti, also dem Ort des Geschehens gearbeitet, sondern auch Fernpunkte auf den Meridianen mit einbezogen.
So kann es sein, dass ein Patient mit Rückenbeschwerden am ganzen Rücken, aber auch am Kopf, den Armen und an den Beinen und Füßen behandelt wird.


Gua Sha Fa

Was ist Gua Sha Fa?

Hierbei handelt es sich um die so genannte Schabemethode.
Der Begriff könnte ins westliche übersetzt in etwa bedeuten:
Schaben/Kratzen, Sand, Methode

Chinesisch ist eine bildhafte Sprache, und wer schon einmal die so genannten petechialen Einblutungen in die Haut gesehen hat, die beim Schaben entstehen, der erkennt auch schnell, was das Wort Sand in diesem Begriff verloren hat.

Was bewirkt Gua Sha Fa?

Gua Sha Fa hat in China eine lange Tradition und ist teilweise sogar hier im Westen unter dem Begriff „Münzmassage“ bekannt.
Man kann mit dem speziellen Schaber Akupunkturpunkte bearbeiten, Meridiane ausstreichen oder bestimmte Körperareale bearbeiten.

Weil das Einsatzspektrum der Schabemethode so groß ist, ist es kaum möglich, genaue Indikationen zu setzen.

Tut Gua Sha Fa weh?

Die Frage kann nicht eindeutig beantwortet werden.
In der Regel ist Gua Sha Fa nicht schmerzhaft, auch wenn es etwas heroisch aussieht.
Würde man jedoch in einem entzündeten Gebiet arbeiten, z.B. aus Sicht der TCM Hitze auszuleiten, dann könnte dieser Arbeitsschritt durchaus nicht ganz angenehm sein.

Es sollte jedoch erwähnt werden, dass es nicht unser Ziel ist, dem Patienten möglichst viele Schmerzen zuzufügen. Wir sind stets bemüht, die Therapie so sanft wie irgend möglich zu gestalten, ohne dabei auf Effizienz verzichten zu müssen.


Schröpfen

Was ist Schröpfen?

Schröpfen ist wohl das älteste dokumentierte Therapieverfahren der Welt.

Es gibt verschiedene Formen des Schröpfens.

Trockenes Schröpfen
Blutiges Schröpfen
Schröpfkopfmassage

Das trockene Schröpfen ist das in unserer Praxis mit Abstand am meisten verwendete Verfahren. Es wird in einem Glas ein Unterdruck erzeugt und auf die Haut aufgesetzt. Dadurch entsteht ein Unterdruck im Gewebe, so dass Blut aus den Gefäßen sanft in die Haut gesaugt wird.

Was bewirkt das Schröpfen?

In der chinesischen Medizin ist die klassische Indikation das Austreiben von Wind.
Durch die Einblutungen in die Haut (Wir nennen es liebevoll Knutschflecke) muss der Körper sich erneut mit dem vernachlässigten Gebiet befassen.
Ein zuvor mit Sauerstoff unterversorgtes Gebiet, das zudem Schlackenstoffe und entstandene Säuren eingelagert hat wird wieder mit Blut versorgt, und der Körper kann dieses Gebiet noch mal ordentlich aufforsten.

Tut Schröpfen weh?

Das kommt auf den Typus an. Es gibt sehr empfindliche Patienten, die das Schröpfen in Einzelfällen als unangenehm beschrieben haben. Die große Mehrzahl der Patienten schwören jedoch auf dieses Verfahren, wenn sie einmal erlebt haben und wollen es nicht mehr missen in der Behandlung.

Sonstiges:

Bei allen manuellen Verfahren handelt es sich um tiefgreifende Therapien. Schröpfen und Schaben sind so genannte Reizverfahren, die den Körper zu einer Reaktion zwingen, so dass es durchaus schon mal zu einem Gefühl ähnlich von Muskelkater in dem behandelten Gebiet kommen kann oder sich die Patientin / der Patient am kommenden Tag etwas ermüdet fühlt, je nach Stoffwechsellage des behandelten Gebietes.
Das ist nichts schlimmes, nur ein Zeichen, dass der Körper gut auf die Therapie reagiert.
Geben sie an diesem Tag – sollte es zu o.g. Symptomen kommen – etwas Acht auf sich und überfordern Sie sich nicht, dann ist der Zauber schnell vergessen.

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Infusionen

Warum Infusionen?

Immer mehr Menschen zeigen eine verminderte Aufnahmefähigkeit des Darmes. Ist es nun für einen möglichen Heilerfolg wichtig, verschiedene Stoffe schnell zu den Zellen zu transportieren, kann viel an Effizienz verloren gehen, wenn man die Stoffe oral zuführt.

Im Grunde steht hier die Überlegung, wenn ich etwas schnellstmöglich in die Blutbahn bringen möchte, warum injiziere ich es dann nicht sofort hinein?

Je nach Schweregrad einer Erkrankung muss ein Patient – zumindest über einen begrenzten Zeitraum – ein ganze Menge an Medikamenten einnehmen. Um diesen Medikamentenkonsum etwas zu entschärfen, gibt es in vielen Fällen die Möglichkeit, einen Teil der Wirkstoffe dem Körper über Infusionen zur Verfügung zu stellen.

Aus Kostengründen sind Infusionen manchmal auch der oralen Einnahme diverser Substanzen vorzuziehen. Gerade der Bereich der Mikronährstoffe ist ein großer Markt, wo jeder mit dran verdienen will. Die Nahrungsergänzungsbranche wächst durch ihren starken und teilweise aggressiven Vertrieb von Jahr zu Jahr. Und immer wenn ein großer Markt vorhanden ist, können auch die Preise entsprechend gestaltet werden.

Wir sind keine Freunde der Dauereinnahme von Nahrungsergänzungsmittel, unabhängig davon, was verschiedene Studien belegen oder dementieren.
Gegen eine Kur ein bis zwei Mal im Jahr jedoch ist nicht unbedingt etwas einzuwenden.


Natürlich gibt es Erkrankungen, die von bestimmten Mikronährstoffen eine ganze Menge verbrauchen und eine Substitution sinnvoll oder sogar medizinisch indiziert ist, wir gehen aber bei unserer Aussage von einem normal gesunden bzw. normal kranken Menschen aus.

Welche Infusionen werden angeboten?

Aufbaukuren mit diversen Vitamin- und/oder Mineralstoffpräparaten

  • Zur Prophylaxe
  • Nach Erkrankungen
  • Bei erhöhtem Bedarf, z.B. Sportlern

Entsäuerungsinfusionen

  • Gerade bei einer Stoffwechselübersäuerung haben sich Infusionen mit homöopathischen Arzneimitteln bewährt und finden in unserer Praxis täglich Anwendung

Begleitinfusionen bei Gelenk- und Stoffwechselerkrankungen

  • Bei schwerwiegenden Krankheitsbildern haben die Infusionen neben der medikamentösen und manuellen Therapie so wie der Akupunktur ihren festen Platz in der Behandlung

Andere Indikationen sind durchaus denkbar.

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Injektionen

Dies ist mit Sicherheit ein sehr weites Feld. Es kann hier nicht das gesamte Spektrum und alle Möglichkeiten der Injektionstherapie erläutert werden, daher beschränken wir uns auf die in unserer Praxis im wesentlichen durchgeführten Techniken.

i.c., s.c., i.m., i.v. – Was bedeutet das?

i.c. steht für intracutan und heißt, dass in die Haut injiziert wird. Klassischerweise versteht
man darunter die Quaddeltherapie, die die meisten Patienten bereits kennen.

s.c. steht für subcutan und heißt, dass unter die Haut ins Unterhautfettgewebe injiziert wird, jedoch noch nicht tief in den Muskel. Viele Patienten kennen das von den Thrombosespritzen nach operativen Eingriffen

i.m. steht für intramuskulär und heißt, dass recht tief in einen Muskel injiziert wird.
Diese Technik kommt bei der klassischen Eigenbluttherapie zur Verwendung

i.v. steht für intravenös und heißt, dass in die Vene injiziert wird.
Auch bei der ganz normalen Blutentnahme wird die Kanüle i.v. gestochen.


Die Quaddeltherapie

Diese Technik bedient sich des so genannten cuti viszeralen Reflexbogens. Dadurch, dass die Schmerzrezeptoren der Haut gereizt werden, geben sie einen Reiz an das tiefliegende Nervensystem ab und können so zu einer Umstimmung in dem gequaddelten Gebiet führen.

An verwendeten Präparaten kommen in Frage:
Phytotherapeutika, also Kräuterpräparate
Homöopathika, also homöopathische Einzel- oder Komplexmittel
NaCl, also isotone Kochsalzlösung
Procain & Lidocain als Lokalanästhetika

Werden Homöopathische Medikamente injiziert nutzt man neben des neuronalen Reflexbogens außerdem die Information der Medikamente und kann so die Therapie noch effizienter gestalten.

Ashi – Injektionen

Ashi heißt im chinesischen schmerzhafte Punkte. Bei uns wird es etwas scherzhaft als „DaWo’s-Injektion“ beschrieben, also da wo es weh tut.
Gerade bei Gelenk- und Rückenbeschwerden hat sich diese Technik bewährt, da durch die injizierten Medikamente direkt positiv auf die Entzündung oder Reizung in dem Gebiet Einfluss genommen werden kann.

Homöosiniatrie

Das Wort besagt, dass Homöopathische Arzneimittel in Akupunkturpunkte injiziert werden.

Dieses elegante Verfahren steckt bei uns in Deutschland noch in den Kinderschuhen und ist eher wenig bekannt. In Frankreich jedoch hat man diese Therapieform schon vor langer Zeit sehr gut erforscht und stark in die naturheilkundlichen Therapien integriert.

Somit kann man die Effekte der Akupunktur (also Stimulation eines Akupunkturpunktes) mit der Philosophie der TCM und der Arzneimittelwirkung kombinieren.

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Kräuterheilkunde, Aromatherapie & Spagyrik

Wir haben uns dazu entschieden, in unserer Praxis NICHT mit der chinesischen Kräuterheilkunde zu arbeiten.

Einige Gründe:
oft schlechte Drogenqualität
oft herbizid und pestizid belastet
tlw. extrem hohe Preise
Verwendung von tierischen Inhaltsstoffen, die bei uns unter Natur- und Artenschutz stehen und wir dies aus ethischen Gründen nicht gutheißen

In unserer Praxis verwenden wir ausschließlich heimische Kräuter in Apothekenqualität.
Und wer unseren „Kräuterfachmann“ im Sommer mal über die Wiesen streifen sieht, wenn er begeistert seine Pflänzchen sammelt, um in seinem Hexenkeller alle möglichen Öle und Tinkturen zu brauen, oder die Gelegenheit hat, an einem seiner Seminare über wirksame und einfache Hausmittel teilzunehmen, der erkennt schnell, dass auch unseren heimischen Kräuter nichts an Faszination und Effektivität fehlt

Kräuterheilkunde

Was gehört alles zur Kräuterheilkunde?

Im Grunde genommen handelt es sich hier um einen Oberbegriff, der auch die Aromatherapie und die Spagyrik mit einbezieht, jedoch wollen wir hier die einzelnen Bereiche etwas aufsplitten, um einen Überblick über dieses weite Feld zu bekommen.

Im engeren Sinne gehört zur Kräuterheilkunde:
Teerezepturen
alkoholische Auszüge aus Einzeldrogen oder mehreren Drogen
Wickel und Auflagen mit Kräutern und anderen Substanzen (wie z.B. Kohl)



Tee

Es ist interessant zu beobachten, wie unterschiedlich der Tee in unserer Gesellschaft betrachtet wird. Im Wellness-Bereich wird über Werbestrategien der Tee wieder zu einem Trendgetränk gemacht, wobei exotische Inhaltsstoffe eine gewichtige Rolle spielen.
Wenn man krank ist, wird sofort zum Kamillen- und Fencheltee gegriffen, und doch wird der Tee als Arznei nicht richtig ernst genommen; Sind wir es doch gewohnt, eine Tablette zu schlucken, um in kurzer Zeit eine deutliche Verbesserung der Symptomatik zu erfahren.
Das kann ein Tee bestimmt nicht leisten, aber als begleitende Basistherapie sollte die Wirkung nicht unterschätzt werden, gerade in den Bereichen Entsäuerung, Krankheitsbegleitung bei fieberhaften Infekten, Magen-Darm Regulation, um nur einige Bereich zu nennen.
Und gerade in den Übergangszeiten und im Winter ist Tee ein willkommenes Getränk, um den Körper zu wärmen.



alkoholische Auszüge / Urtinkturen

Hierbei handelt es sich neben dem Tee um die klassische Verabreichung von Kräutern.
Der Vorteil besteht darin, dass über den Alkohol sehr viele Bestandteile aus den Kräutern extrahiert werden können, außerdem wird eine Alkoholtinktur praktisch nicht schlecht oder ist zumindest sehr lange haltbar.

So kann z.B. das Goldrutenkraut als Tinktur verabreicht behilflich sein, um die Nierenfunktion und die Ausscheidung über den Urin anzufachen und die Mariendistel und der Löwenzahn unsere Leber bei Ausleitungskuren zu unterstützen.

 

Wickel und Auflagen

Der Bereich erfordert selbstverständlich die Mitarbeit des Patienten, aber das ist generell bei naturheilkundlichen Therapien anzumerken.
Die Regulationsmedizin hilft dem Körper dadurch, dass Heilimpulse gesetzt werden, jedoch muss der Körper die Arbeit alleine machen, und der Patient sollte seinem Körper dabei so gut er kann zur Seite stehen.

In Zeiten steigender kosten in allen Bereichen ist es manchmal sinnvoll, sich wieder auf die einfachen Sachen zu besinnen. Kürzlich ist wieder ein Buch über die enorme Wirksamkeit des Kohlwickels erschienen (so er bei der richtigen Indikation und richtig angewandt wird).
Und was könnte billiger und einfacher sein, als auf dem erkrankten Gebiet ein paar Kohlblätter aufzulegen und einen Wickel drum rum zu machen?

Aber auch Umschläge mit Fertigpräparaten und Beinwell haben sich durchaus bewährt.

Weiterhin zu nennen wäre der Zitronenwickel bei Halsschmerzen oder die Auflage eines warmen Heublumensäckchens auf den Leberbereich, um die Entgiftung während einer Fastenkur zu forcieren.

Aromatherapie

Hierunter fällt die Therapie mit ätherischen Ölen.
Es ist absolut wichtig und grundlegend, dass weder mit Duft- noch mit Parfumölen gearbeitet wird, weil diese nicht nur wirkungslos sind, sondern es sogar mittlerweile recht eindeutige Hinweise dafür gibt, dass diese Stoffe schädlich für uns sind.
Der Markt ist sehr verschleiert. Der Kunde wird oft irre geführt mit so Bezeichnungen wie „naturidentisch“ „natürlich“ etc.
Auch wir können nicht den gesamten Markt beurteilen, daher geben wir nur die Firmen an, bei denen wir uns sicher sind, eine gute Qualität zu bekommen.
Wir verwenden ausschließlich Produkte der Firmen „Neumond“ und „Primavera“.

Wie wirkt die Aromatherapie?

 

Raumbeduftung

Die meisten kennen ätherische Öle wohl aus dem Bereich der Raumbeduftung, indem ca. 1-6 Tropfen eines ätherischen Öls in eine Duftlampe gegeben werden, entweder mit einer Kerze darunter oder auch ohne.
Hier verteilen sich die Wirkstoffe im Raum, gelangen in unsere Nase und werden dort registriert. So gelangen die Informationen direkt in unser limbisches System und können dort ihre Wirkung auf unseren emotionalen Bereich entfalten.

Vorsichtig angewandt, kann auch mit ätherischen Ölen inhaliert werden, um den Nasen-, Mund- & Rachenraum zu desinfizieren. Das kann mit Teeabkochungen kombiniert werden.

Die desinfizierende Wirkung auf das Raumklima sind ebenfalls nicht zu unterschätzen. Krankenhäuser kämpfen heute aufgrund Resistenzen mit dem so genannten Krankenhauskeim „Staphylococcus aureus“. Mittlerweile gibt es Kliniken, die sehr gute Erfolge bei der Raumdesinfektion mit ätherischen Ölen haben, wo selbst die gängigen Desinfektionsmethoden versagt haben.
Die älteren Patienten kennen bestimmt noch die Desinfektionsmittel, die stark thymolhaltig waren, dem ätherischen Öl des Thymians.

 

Einreibungen

Dieser Bereich gehört ausschließlich in die Hände von geschulten Therapeuten.

Da ätherische Öle die Essenz einer Pflanze darstellen, beinhaltet ein einziger Tropfen eine gewaltige Menge an Wirkstoff. So beinhaltet ein einziger Tropfen Fenchelöl die Wirkstoffmenge von etwa 30 Kannen Fencheltee!
Bei Fenchel mag das noch verträglich sein, aber es gibt auch Öle, die stark cumarinhaltig sind und die Blutgerinnung stark beeinträchtigen können. Andere Öle sind ketonhaltig und wirken in zu hoher Dosierung leberschädigend und können epileptische Anfälle auslösen!

Das soll die ätherischen Öle nun aber nicht generell als gefährlich oder ungesund darstellen.
In qualifizierten Händen werden ätherische Öle oft in Massageölen verwendet.
Wir arbeiten z.B. oft mit einem Basisöl (z.B. kaltgepresstes Olivenöl aus biologischem Anbau oder Johanniskrautöl) und geben dann indikationsbezogen Aromaöle bei, um die Wirkung des Öls zu steigern und die manuelle Therapie effizienter zu gestalten.

Die Esogetik beschäftigt sich mit der Wirkung von Aromaölen auf Akupunkturpunkte.

So können Aromaöle als direkte Einreibung auf Akupunkturpunkte verschiedene geistige oder emotionale Störungen mit beeinflussen.
Hier zu nennen währen z.B. Lernstörungen bei Kindern

 

orale Einnahme

Diese Anwendung gehört mehr noch als die Einreibungen ausschließlich in die Hand erfahrener und geschulter Therapeuten!

Wir bitten Sie dringlichst, keine Experimente mit der oralen Einnahme von Aromaölen in Eigenverantwortung zu machen!
Falls Sie ein Aromaöl von ihrem Therapeuten rezeptiert bekommen haben, dann halten Sie sich bitte strikt an die Dosierungsanweisung. Wenn Sie sich unsicher sind, ob die Dosis richtig ist, halten Sie nochmals Rücksprache mit ihrem Therapeuten!

Ein Anwendungsbeispiel ist die Einnahme von Thymian- oder Bergbohnenkrautöl bei einer beginnenden Erkältung, um den gesamten mund- und Rachenraum zu desinfizieren.

 

 

Spagyrik

Die Spagyrik beruht großteils auf den Lehren des Paracelsus.
Bereits zu seiner Zeit (1493-1541) wusste Theophrastus Bombastus von Hohenheim (Paracelsus), dass man über alkoholische Auszüge nicht an alle Informationen einer Pflanze gelangt.

Ein bekanntes Zitat von ihm lautet:
„Denn die Natur ist so subtil und scharf in ihren Dingen, daß sie nicht ohne große Kunst angewendet werden mag. Denn sie bringt nichts an den Tag, das für sich selbst vollendet wäre, sondern der Mensch muss es vollenden. Diese Vollendung heißt Alchemia“

Er war ein bekannter Alchemist, und gerade in unserer heutigen Zeit erfreut sich die Alchemie, bzw. der Teilbereich der Spagyrik einer weiter wachsenden Begeisterung. Natürlich ist die Spagyrik heute bei weitem nicht mehr so mystisch belegt wie damals, und doch haben sich die Grundprinzipien der Herstellung von spagyrischen Heilmitteln ber Jahrhunderte nicht verändert. Was damals durch Experimente ausprobiert und intuitiv erahnt wurde, kann heute mit modernen Messverfahren verifiziert werden.

Was bedeutet Spagyrik?

Der Begriff setzt sich aus den griechischen Wörtern:

Spao = Trennen
Agairo = Zusammenführen

Wie aus Paracelsus’ Zitat zu ersehen ist, kommt es auf die Aufschlüsselung einer Pflanze an. So ist z.B. eine Lavendel-Urtinktur anders einzusetzen als ein ätherisches Lavendelöl oder Lavendel in einer homöopathischen Potenz oder als spagyrische Essenz.

Wie kann man sich das vorstellen?
Stellen Sie sich einen Turm aus Bauklötzchen vor. Das entspricht der Pflanze, wie sie draußen wächst.
Nun stoßen wir diesen Bauklötzchenturm um, so dass er in seine Einzelteile zerfällt und auf dem Boden ausgebreitet vor uns liegt. Nun liegt es an uns, wie wir diese Bauklötzchen wieder zusammensetzen. Es kann ein ähnlicher Turm bei herauskommen oder ein völlig anderes Gebilde.

Gibt es auch hier verschiedene Schulen?

Spagyrik hat sehr viel mit Philosophie zu tun. Paracelsus hat recht, wenn er die Natur als sehr subtil beschreibt. Und jeder Denker hat seine eigene Theorie entwickelt, wie er an Informationen einer Pflanze gelangt.

Die wesentlichen Schulen in Deutschland sind:

Spagyrik nach von Bernus

  • Soluna Laboratorium

Spagyrik nach Beyersdorf

  • Pekana

Spagyrik nach Zimpel

  • Phylak-Sachsen
  • Staufen-Pharma

Spagyrik nach Glückselig

  • Phönix Laboratorium

Spagyrik nach Heinz

  • HSI
  • Clustermed etc.

Wofür braucht man die Spagyrik überhaupt noch?

Die Kräutertherapie wirkt auf einer rein stofflichen Basis.
Die Inhaltsstoffe von Tees oder Alkoholtinkturen entfalten ihre Wirkung auf einer rein biochemischen Ebene.

Die Homöopathie ist eine reine Informationstherapie.
In Hochpotenzen (>D23 oder C12) wird keine Substanz und in niedrigen Potenzen verschwindend geringe Substanz zugeführt, so dass hier lediglich der informative Anteil einer Pflanze eine Rolle spielt.

Die Spagyrik schlägt eine elegante Brücke zwischen stofflicher Substitution und Informationsmedizin.

Beispiel:
Eine traditionelle Form der Herstellung eines spagyrischen Arzneimittels beinhaltet:
Gärungs- und Fäulniszersetzung
Destillation
Veraschung

In der Gärphase werden in einer alkoholischen Grundlösung die meisten stofflichen Substanzen aus dem Kraut extrahiert.
In der Destillation gelangt man an den Geist der Pflanze, der auf der geistig-emotionalen Ebene wirken soll.
Durch die Veraschung gelangt man an die mineralischen Anteile einer Pflanze.
in einem vierten Schritt werden diese Einzelprozesse wieder zusammengeführt.

 

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